Pressebericht: Radikale Umkehr nötig

SPD Eckersdorf
Vorsitzende Tost (re.) überreicht Haida Wein u. Gutschein, der 2. Bürgermeister Präcklein (li.) einen Bierkrug

15. September 2020

Eckersdorfer SPD kritisiert Preisentwicklung bei Bauland

Der SPD-Ortsverein Eckersdorf-Donndorf hat eine radikale Umkehr in der Bauland-Politik gefordert. Anlass sind die horrenden Preisvorstellungen bei der privaten Erschließung des Baugebiets Steig Nr. 2 am Blauen Hügel. Forderungen von deutlich mehr als 200 Euro pro Quadratmeter würden es jungen Menschen künftig schlicht unmöglich machen, in der Gemeinde zu bauen.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde die SPD-Gemeinderats-Fraktion mit überwältigender Mehrheit aufgefordert, sich für eine Rücknahme des Bebauungsplanes einzusetzen. Statt privater Erschließungen solle die Gemeinde eine Teil-Bebauung des JVA-Geländes im Anschluss an die Johannes-Linke-Straße, die Karl-Kronberger-Straße und die von-Reiche-Straße vorantreiben. Gerade mit Blick auf die Finanzierung der geplanten Mehrzweckhalle sei eine maßvolle Erschließungspolitik nötig, heißt es in dem Antrag.

Der frühere 2. Bürgermeister Wolfgang Haida und die Ortsvereinsvorsitzende Marion Tost verwiesen darauf, dass die Preise bei kommunalen Erschließungsmaßnahmen etwa in Weidenberg und Mistelgau nur etwa halb so hoch seien wie die in Eckersdorf. Deshalb müsse die Gemeinde alle Möglichkeiten ausloten, Rohbauland zu einem Preis von deutlich unter 100 Euro zu erwerben und Flächen von Eigentümern, die höhere Preise fordern dauerhaft aus der Bauleitplanung herauszunehmen.

Laut stellvertretendem Ortsvereinsvorsitzenden Felix Ruck führen die übertriebenen Preisvorstellungen dazu, dass junge Leute aus der Gemeinde wegziehen. Dies führe langfristig auch zu mehr Leerständen.

Der Ortsverein dankte Wolfgang Haida für seine 36-jährige ehrenamtliche Tätigkeit als Gemeinderat seit 1984. Von 2008 bis 2014 war Haida 3. Bürgermeister und die letzten sechs Jahre Stellvertreter von Bürgermeisterin Sybille Pichl.

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